Dreizehn Jahre, bevor irgendjemand Internal Tooling dazu gesagt hat.
Ein Anruf, dessen Antwort zwei Tage brauchte
Ambulanzflüge sind ein Geschäft aus dringenden Fragen mit langsamen Antworten. Ein Krankenhaus ruft an. Ein Patient muss von einem Land in ein anderes verlegt werden, mit medizinischer Begleitung, auf einer bestimmten Versorgungsstufe. Was kostet das und wann geht der Flug?
Um das zu beantworten, mussten Verfügbarkeiten geprüft, Routing und Tankstopps gerechnet, Crew bestätigt, Genehmigungen eingeholt und ein Preis kalkuliert werden. Jeder dieser Schritte lag bei einer anderen Person. Das Angebot kam zwei Tage später. Da hatte das Krankenhaus oft längst woanders angerufen.
Niemand hielt das für ein Softwareproblem. So wurde eben gearbeitet.
Was ich gebaut habe
Zwei Dinge, die sich als eines herausgestellt haben.
Ein Routing- und Angebotsrechner. Start, Ziel und Versorgungsstufe hinein, eine tragfähige Flugkette und ein Preis heraus. Kein Ersatz für die Leute, die das geprüft haben, sondern ein Ausgangspunkt, der Minuten kostete statt einen Tag.
Ein Betriebs-Dashboard. Zeit bis zur ersten Rückmeldung, Zeit bis zum Angebot, Abschlussquote. Zahlen, die es vorher nur als Eindruck gab, dorthin gestellt, wo die Geschäftsleitung sie sieht.
Das zweite hat das Verhalten stärker verändert als das erste. Sobald die Zeit bis zum Angebot sichtbar war, fing sie von allein an zu sinken.
Warum das hier steht
Weil es zeigt, dass das Muster nicht neu ist. 2013 gab es kein Vercel, kein Supabase, kein Sprachmodell. Es gab einen langsamen Prozess und jemanden, der bereit war, ihn sich direkt anzusehen.
Die Werkzeuge sind besser geworden. Der Schritt ist derselbe geblieben.